Werbung auf Facebook und Instagram
Bei Google suchen Menschen aktiv nach etwas. Auf Facebook und Instagram dagegen scrollen sie durch ihren Feed und wollen eigentlich nichts kaufen. Werbung dort muss deshalb anders funktionieren. Sie muss auffallen, Interesse wecken und den nächsten Schritt leicht machen. Für Angebote, nach denen kaum jemand sucht, die aber gut aussehen oder neu sind, ist das oft der bessere Weg.
Beitrag hervorheben oder Kampagne anlegen
Es gibt zwei Wege. Der einfache ist der Knopf „Beitrag hervorheben“ direkt unter einem Beitrag. Das geht schnell, bietet aber wenig Einstellungen. Der bessere Weg führt über den Werbeanzeigenmanager von Meta. Dort wählen Sie ein Kampagnenziel, eine Zielgruppe, ein Budget und gestalten die Anzeige.
Die Kampagnenziele
Meta bietet sechs Ziele an: Bekanntheit, Traffic, Interaktion, Leads, App-Promotion und Umsatz. Das Ziel bestimmt, wem die Anzeige gezeigt wird. Wählen Sie Traffic, sucht das System Menschen, die gern auf Links klicken. Wählen Sie Leads, sucht es Menschen, die eher Formulare ausfüllen. Für einen Laden in der Nachbarschaft ist oft Bekanntheit oder Traffic der richtige Anfang, für Dienstleister mit Anfragen das Ziel Leads.
Zielgruppe
Bei lokalen Betrieben ist der Ort die wichtigste Einstellung. Begrenzen Sie das Gebiet auf den Umkreis, aus dem Ihre Kunden tatsächlich kommen. Interessen und Alter können Sie ergänzen, sollten die Zielgruppe aber nicht zu eng machen. Das System findet mit etwas Spielraum oft selbst die passenden Menschen.
Das Motiv entscheidet
Im Feed hat eine Anzeige nur einen Augenblick Zeit. Was funktioniert:
- echte Fotos oder kurze Videos aus Ihrem Betrieb statt glatter Stockbilder
- ein Gesicht, eine Hand bei der Arbeit, ein Vorher und Nachher
- wenig Text im Bild, die Aussage gehört in den Begleittext
- Hochformat, weil fast alle auf dem Handy schauen
Planen Sie mehrere Varianten. Meta verteilt das Budget dann auf die Motive, die besser ankommen. Nach ein bis zwei Wochen sehen Sie, welches Bild gewinnt.
Kennzeichnung und Regeln
Anzeigen erscheinen automatisch mit dem Hinweis „Gesponsert“. Für bestimmte Themen gelten strengere Regeln, etwa für Wohnungsangebote, Stellenanzeigen, Kredite oder politische Inhalte. Auch Gesundheitsversprechen werden kritisch geprüft. Wer Werbung mit Influencern macht, muss sie ebenfalls als Werbung kennzeichnen.
Organisch und bezahlt verbinden
Bezahlte Anzeigen wirken besser, wenn das Profil dahinter lebendig ist. Wer auf eine Anzeige tippt und ein Profil sieht, dessen letzter Beitrag ein Jahr alt ist, wird misstrauisch. Regelmäßige Beiträge ohne Werbebudget zeigen, dass der Betrieb existiert und aktiv ist: neue Ware, ein Blick in die Werkstatt, ein fertiges Projekt, das Team beim Stadtteilfest.
Ein einfacher Rhythmus reicht. Ein bis zwei Beiträge pro Woche, dazu ab und zu eine Story, sind für einen kleinen Betrieb gut zu schaffen. Beiträge, die besonders gut ankommen, sind gute Kandidaten für eine bezahlte Verbreitung, denn sie haben ihre Wirkung schon bewiesen.
Antworten Sie auf Kommentare und Nachrichten, auch unter Anzeigen. Dort stellen Menschen oft die Fragen, die über einen Auftrag entscheiden.
Was realistisch ist
Social-Media-Werbung bringt selten sofort Aufträge. Sie macht einen Betrieb bekannt, füllt Veranstaltungen und unterstützt Aktionen. Am besten wirkt sie zusammen mit anderen Maßnahmen: Plakat im Viertel, Flyer an der Kasse, Anzeige im Feed. Wie man solche Bausteine übers Jahr verteilt, zeigt der Beitrag Marketingplan für kleine Betriebe. Für die Bildsprache lohnt der Blick in Bildrechte in der Werbung.