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Google Ads für lokale Betriebe

Aktualisiert am · 3 Minuten Lesezeit

Google Ads ist das Anzeigensystem von Google. Für kleine Betriebe sind vor allem die Suchanzeigen interessant: kurze Textanzeigen, die erscheinen, wenn jemand nach Ihrer Leistung sucht. Der Vorteil liegt auf der Hand. Sie erreichen Menschen genau in dem Moment, in dem sie etwas brauchen.

Gebot+ QualitätGebot hoch, Anzeige schwachRang 2Gebot mittel, Anzeige passendRang 1Gebot niedrig, Anzeige schwachRang 3
Vereinfachte Anzeigenauktion mit drei Geboten und unterschiedlicher Anzeigenqualität

So funktioniert die Auktion

Bei jeder Suche findet in Sekundenbruchteilen eine Auktion statt. Gewinnt dabei immer das höchste Gebot? Nein. Google berechnet einen Anzeigenrang aus Ihrem Gebot, der Qualität Ihrer Anzeige und Zielseite und weiteren Faktoren wie Anzeigenerweiterungen. Eine gute, passende Anzeige kann deshalb vor einer teureren, aber schlechteren stehen. Bezahlt wird im Normalfall nur, wenn jemand klickt.

Keywords und Optionen

Sie legen fest, bei welchen Suchbegriffen Ihre Anzeige erscheinen darf. Google kennt drei Optionen:

  • weitgehend passend: Google zeigt die Anzeige auch bei verwandten Suchen. Das bringt viel Reichweite und oft viele unpassende Klicks.
  • passende Wortgruppe: Die Suche muss die Bedeutung Ihres Begriffs enthalten.
  • genau passend: Die Suche muss dieselbe Bedeutung haben. Weniger Reichweite, dafür sehr gezielt.

Für kleine Budgets sind die beiden engeren Optionen meist besser. Genauso wichtig sind ausschließende Keywords. Ein Malerbetrieb will nicht bei „Maler Ausbildung“ oder „Malen nach Zahlen“ erscheinen.

Ortsbezug richtig einstellen

Lokale Betriebe sollten ihre Kampagnen auf das Gebiet begrenzen, in dem sie arbeiten, etwa Nürnberg mit einem Umkreis. Prüfen Sie dabei die Standortoption. Die Voreinstellung zeigt Anzeigen auch Menschen, die sich nur für den Ort interessieren, aber woanders sind. Für Handwerk und Läden ist meistens die Einstellung sinnvoller, die nur Personen erreicht, die sich im Gebiet befinden oder regelmäßig dort aufhalten.

Die Anzeige selbst

Eine Suchanzeige besteht aus mehreren Überschriften und Beschreibungen, die Google kombiniert. Schreiben Sie konkret: Leistung, Ort, ein klarer Vorteil, eine Aufforderung. „Badsanierung in Nürnberg, Festpreis nach Besichtigung“ sagt mehr als „Ihr kompetenter Partner“. Ergänzen Sie Telefonnummer, Adresse und Links zu Unterseiten als Erweiterungen. Für Formulierungen hilft der Beitrag Werbetexte schreiben.

Die Zielseite entscheidet

Ein Klick ist erst der Anfang. Führt die Anzeige auf eine Startseite, auf der die beworbene Leistung nicht vorkommt, ist das Geld meist verloren. Besser ist eine Seite, die genau das Thema der Anzeige aufgreift, schnell lädt und einen einfachen Kontaktweg bietet. Hinweise dazu stehen unter Website planen.

Anrufe und Anfragen zählen

Damit Sie wissen, ob sich die Anzeigen lohnen, sollte das Konto erfassen, was nach dem Klick passiert. Google bietet dafür Conversion-Tracking an: Ein Anruf über die Anzeige, ein abgeschicktes Formular oder ein Klick auf die Telefonnummer auf der Website kann als Erfolg gezählt werden. Dafür ist meist ein Code auf der Website nötig, und das wiederum betrifft Datenschutzerklärung und Einwilligungsbanner. Wer das nicht möchte, kann mit einer eigenen Telefonnummer nur für die Anzeigen arbeiten.

Schauen Sie sich mindestens einmal pro Woche den Bericht zu den Suchbegriffen an. Dort steht, bei welchen Suchanfragen Ihre Anzeige erschienen ist. Hier finden Sie die Begriffe, die Sie ausschließen sollten, und manchmal neue Ideen für Leistungen, nach denen Menschen suchen.

Planen Sie zu Beginn einen Testzeitraum von mehreren Wochen ein. Erst danach lässt sich seriös beurteilen, ob Gebote, Texte und Zielseite zusammenpassen.

Typische Fehler

  1. Kampagne mit Standardeinstellungen starten und nie wieder ansehen
  2. keine ausschließenden Keywords
  3. Anzeigen bundesweit statt im eigenen Einzugsgebiet
  4. Erfolg an Klicks messen statt an Anrufen und Anfragen
  5. Budget zu klein, um überhaupt Daten zu sammeln

Wer keine Zeit für regelmäßige Kontrolle hat, sollte die Betreuung abgeben oder die Kampagne lieber klein halten. Den Unterschied zwischen bezahlten und organischen Treffern erklärt der Beitrag SEO und SEA.

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