Logo entwickeln lassen
Ein Logo begleitet einen Betrieb oft Jahrzehnte. Es steht auf dem Firmenwagen, dem Schild über der Tür, der Rechnung und der Website. Deshalb lohnt es sich, bei der Entwicklung nicht nur auf den ersten Eindruck zu achten, sondern auch darauf, ob das Zeichen in allen diesen Situationen funktioniert.
Logoarten
- Wortmarke: nur der Name in einer bestimmten Schrift. Gut, wenn der Name kurz und einprägsam ist.
- Bildmarke: ein Symbol ohne Text. Funktioniert erst, wenn das Zeichen schon bekannt ist.
- Wort-Bild-Marke: Name und Symbol kombiniert. Für die meisten kleinen Betriebe die praktischste Lösung, weil das Symbol allein als App-Icon oder Stempel dienen kann.
Der Ablauf
Ein seriöser Logoprozess beginnt mit Fragen, nicht mit Entwürfen. Wer sind Ihre Kunden? Wie wollen Sie wirken? Welche Mitbewerber gibt es, und wie sehen deren Zeichen aus? Danach entstehen mehrere grobe Richtungen, von denen eine verfeinert wird. Zum Schluss folgen Varianten für unterschiedliche Einsätze und ein kurzer Leitfaden.
Bestehen Sie darauf, Entwürfe im späteren Einsatz zu sehen: auf einer Visitenkarte, als kleines Symbol im Browser-Tab, schwarz auf weiß, weiß auf dunklem Grund. Ein Logo, das nur groß und farbig gut aussieht, wird Sie im Alltag ärgern.
Die Dateien, die Sie bekommen sollten
| Datei | Wofür |
|---|---|
| Vektor als SVG, PDF oder EPS | Druck, Beschriftung, Schilder, beliebige Größe |
| PNG mit transparentem Hintergrund | Office-Dokumente, Präsentationen |
| SVG oder PNG für die Website | Kopfbereich, Favicon |
| Farbwerte in CMYK, RGB und HEX | Druck und Bildschirm |
| optional Sonderfarbe (Pantone oder HKS) | exakte Farbe im Druck |
Dazu gehören Angaben zur Mindestgröße und zur Schutzzone, also dem Freiraum, der um das Logo herum bleiben muss. Fehlen die Vektordateien, wird jeder spätere Auftrag teurer, weil das Logo erst nachgebaut werden muss.
Nutzungsrechte klären
Wer ein Logo gestalten lässt, kauft nicht automatisch alle Rechte daran. Das Urheberrecht bleibt beim Gestalter. Sie brauchen deshalb ein schriftlich eingeräumtes Nutzungsrecht, für ein Logo in der Regel ausschließlich, zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt und mit dem Recht zur Bearbeitung. Halten Sie das im Angebot oder Vertrag fest. Mehr zu Rechten an Bildern und Gestaltung steht im Beitrag Bildrechte in der Werbung.
Markenschutz beim DPMA
Ein Logo lässt sich als Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen. Die Anmeldung kostet bei elektronischer Einreichung 290 Euro für bis zu drei Waren- und Dienstleistungsklassen, jede weitere Klasse 100 Euro. Der Schutz gilt zehn Jahre und kann verlängert werden. Die aktuellen Gebühren nennt das DPMA selbst.
Typische Fehler bei Logos
Viele Logos scheitern nicht an der Idee, sondern an Details. Zu feine Linien verschwinden beim Druck auf Stoff oder bei kleinen Größen. Zu viele Farben verteuern Beschriftungen und Stickereien. Verläufe und Schatten sehen am Bildschirm gut aus, lassen sich aber kaum als Folie schneiden oder stempeln. Schriften mit ungewöhnlichen Lizenzen machen später Ärger, wenn die Website oder ein Werbetechniker sie ebenfalls nutzen soll.
Ein weiteres Problem sind Trends. Was heute modern wirkt, sieht in fünf Jahren oft altbacken aus. Ein schlichtes Zeichen mit klarer Form hält länger als eines, das einem aktuellen Stil folgt.
Wenn ein bestehendes Logo überarbeitet wird, ist ein sanfter Übergang meist besser als ein radikaler Bruch. Stammkunden sollen ihren Betrieb wiedererkennen. Fahrzeuge, Schilder und Arbeitskleidung lassen sich dann nach und nach umstellen, statt alles auf einmal zu ersetzen.
Was ein Logo nicht leisten muss
Ein Logo muss nicht erklären, was Sie tun. Kaum ein bekanntes Zeichen zeigt das Produkt der Firma. Es muss wiedererkennbar sein, zu Ihnen passen und technisch funktionieren. Die Erklärung übernehmen Website, Flyer und Gespräche. Wie das Zeichen auf Drucksachen eingesetzt wird, zeigt der Beitrag Visitenkarten gestalten.