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Plakatwerbung für lokale Betriebe

Aktualisiert am · 3 Minuten Lesezeit

Plakate gehören zu den ältesten Werbeformen in der Stadt. Sie lassen sich nicht wegklicken und nicht überblättern, und sie erreichen alle, die vorbeigehen oder vorbeifahren. Für lokale Betriebe sind sie besonders interessant, weil man sie genau dort aufhängen kann, wo die eigene Kundschaft unterwegs ist.

Kuppel einer alten Litfaßsäule vor einem Turm der Nürnberger Stadtmauer
Kuppel einer historischen Litfaßsäule in Nürnberg. Foto: User:Mattes, Public domain, Wikimedia Commons

Von der Litfaßsäule zur Großfläche

Die Litfaßsäule ist nach dem Berliner Drucker Ernst Litfaß benannt, der in Berlin 1855 die ersten Säulen aufstellen ließ. Vorher klebten Plakate wild an Hauswänden und Zäunen. Die Säulen sollten Ordnung schaffen und waren zugleich ein Geschäftsmodell. Mehr zur Geschichte steht bei Wikipedia. In Nürnberg stehen bis heute historische Säulen mit grüner Kuppel, einige davon unter Denkmalschutz.

Heute gibt es eine ganze Reihe von Formaten:

WerbeträgerFormatEigenschaften
Litfaßsäulemeist Bogen in DIN A1 bis A0Kultur, Veranstaltungen, Viertelbezug
Großfläche (18/1)356 × 252 cman Straßen, große Reichweite
City-Light-Posteretwa 119 × 175 cmbeleuchtet, an Haltestellen und in Fußgängerzonen
Plakate in Schaufenstern und Lädenfreigünstig, sehr lokal

Gebucht wird in Dekaden

Plakatflächen werden in der Regel für feste Zeiträume gebucht, die in der Branche Dekaden heißen und etwa zehn bis elf Tage dauern. Gebucht wird über die Unternehmen, die die Flächen in einer Stadt betreiben, oder über Mediaagenturen. Für eine Veranstaltung reicht oft eine Dekade direkt davor, für eine Eröffnung oder eine neue Leistung lohnen sich zwei bis drei.

Gestalten für den Vorbeigehenden

Ein Plakat wird nicht gelesen, sondern im Vorbeigehen erfasst. Daraus folgen ein paar einfache Regeln:

  • eine einzige Aussage, höchstens sieben Wörter in der Hauptzeile
  • ein großes, klares Bild statt vieler kleiner
  • starker Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund
  • Logo und eine Adresse, die man sich merken kann, statt langer Kontaktblöcke
  • Schrift so groß, dass sie aus der typischen Entfernung lesbar ist

Machen Sie den Test: Drucken Sie den Entwurf klein aus, hängen Sie ihn an die Wand und gehen Sie zügig daran vorbei. Was bleibt hängen? Genau das ist Ihre Botschaft.

Litfaßsäule mit Konzert- und Theaterplakaten am Bahnhofsplatz in Nürnberg
Litfaßsäule am Nürnberger Bahnhofsplatz. Veranstaltungsplakate nutzen große Namen und kräftige Farben. Foto: RicardoKnows, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

QR-Codes auf Plakaten

QR-Codes funktionieren auf Plakaten nur dort, wo Menschen stehen bleiben: an Haltestellen, in Wartebereichen, im Schaufenster. An einer Großfläche neben der Straße scannt niemand. Eine kurze, gut merkbare Webadresse ist dort sinnvoller.

Was ein Plakat kostet

Die Kosten setzen sich aus drei Teilen zusammen: Gestaltung, Druck und Fläche. Gestaltung fällt einmal an und lässt sich für mehrere Formate nutzen. Der Druck ist bei Plakaten in kleiner Auflage vergleichsweise günstig, große Formate wie die 18/1-Großfläche werden aus mehreren Bogen zusammengesetzt. Die Flächenmiete hängt von Lage, Zeitraum und Nachfrage ab. Stellen an stark befahrenen Straßen und in Innenstadtlagen sind teurer als in Wohngebieten.

Für kleine Betriebe lohnt sich oft eine Kombination aus wenigen gut gewählten Flächen in der Nähe und Plakaten in befreundeten Geschäften, im Vereinsheim oder im Schaufenster. Fragen Sie Flächenbetreiber nach Restplätzen; kurzfristig freie Flächen gibt es manchmal günstiger.

Bewahren Sie Belegfotos auf. Viele Betreiber schicken Fotos der beklebten Flächen. Damit können Sie prüfen, ob Ihr Plakat dort hing, wo es gebucht war.

Was Plakate leisten

Plakate machen bekannt und erinnern. Sie bringen selten sofort Anrufe, verstärken aber alles andere. Wer im Viertel plakatiert, gleichzeitig Flyer verteilt und online im selben Gebiet Anzeigen schaltet, wird deutlich besser wahrgenommen. Wie solche Kombinationen in Nürnberg aussehen können, beschreibt der Beitrag Werbung in Nürnberg. Grundlagen zu Faltblättern stehen unter Flyer und Broschüren.

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