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Planung

Werbeagentur oder Freelancer beauftragen

Aktualisiert am · 3 Minuten Lesezeit

Irgendwann reicht die eigene Zeit oder das eigene Können nicht mehr. Dann stellt sich die Frage, wen man beauftragt: eine Werbeagentur, eine Digitalagentur, einen Freelancer oder die Druckerei, die auch gestaltet. Die Antwort hängt weniger vom Namen ab als davon, was Sie brauchen und wie Sie zusammenarbeiten wollen.

BriefingZielZielgruppeVorhandenesBudget und TerminFreigabe
Briefing als Checkliste mit Ziel, Zielgruppe, Budget, Termin und Ansprechpartner

Wer macht was?

DienstleisterStärkenWorauf achten
Full-Service-WerbeagenturKonzept, Gestaltung, Text, Medien aus einer Handhöherer Stundensatz, Projekte brauchen Vorlauf
Digital- oder WebagenturWebsites, Shops, Online-Werbungnicht jede kann auch Print
Freelancerdirekter Kontakt, oft günstigerVertretung bei Krankheit und Urlaub
Druckerei mit Gestaltungschnell und günstig für einfache DrucksachenGestaltung oft nach Vorlage

Für kleine Betriebe ist häufig eine Mischung sinnvoll: ein fester Ansprechpartner für Erscheinungsbild und Website, dazu einzelne Spezialisten für Fotos, Texte oder Anzeigen.

Das Briefing

Ein Briefing ist eine kurze schriftliche Aufgabenbeschreibung. Es muss nicht lang sein, eine Seite reicht. Gute Briefings beantworten diese Fragen:

  • Was ist der Anlass, und was soll am Ende erreicht sein?
  • Wer soll angesprochen werden?
  • Was gibt es schon: Logo, Farben, Texte, Fotos, Zugänge?
  • Welcher Termin ist fest, welcher Budgetrahmen realistisch?
  • Wer entscheidet auf Ihrer Seite, und wer gibt frei?

Nennen Sie das Budget ruhig. Ohne Rahmen bekommen Sie entweder ein zu kleines oder ein viel zu großes Angebot.

Angebote vergleichen

Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und achten Sie darauf, dass sie dasselbe beschreiben. Wie viele Entwürfe und Korrekturschleifen sind enthalten? Sind Texte, Fotos und Bildlizenzen dabei? Was kostet eine zusätzliche Stunde? Ein günstiger Pauschalpreis wird teuer, wenn jede Änderung extra berechnet wird.

Was in den Vertrag gehört

  1. Leistungsumfang mit Anzahl der Entwürfe und Korrekturen
  2. Termine und was passiert, wenn Unterlagen fehlen
  3. Nutzungsrechte an Gestaltung, Texten und Fotos, wie im Beitrag Logo entwickeln lassen beschrieben
  4. Herausgabe offener Dateien und Quellcodes am Projektende
  5. Domain, Hosting und Zugangsdaten auf Ihren Namen
  6. Laufzeit und Kündigung von Betreuungsverträgen

Gerade Punkt 5 wird oft vergessen. Wenn die Domain auf die Agentur registriert ist, wird ein späterer Wechsel mühsam.

Künstlersozialabgabe

Wer regelmäßig selbstständige Designer, Texter oder Fotografen beauftragt, muss unter Umständen Künstlersozialabgabe an die Künstlersozialkasse zahlen. Sie wird als Prozentsatz der gezahlten Honorare berechnet. Zahlungen an eine GmbH oder eine andere juristische Person fallen nicht darunter. Informieren Sie sich bei der Künstlersozialkasse, ob und wann die Pflicht für Sie gilt.

Referenzen richtig lesen

Fast jede Agentur zeigt auf ihrer Website schöne Referenzen. Aussagekräftiger ist, was dahintersteht. Fragen Sie, welche Rolle die Agentur bei einem Projekt hatte: Konzept, Gestaltung, Umsetzung oder nur ein Teil davon. Rufen Sie Referenzwebsites selbst auf, auch auf dem Handy, und prüfen Sie, ob sie noch gepflegt werden. Eine Referenz, die seit Jahren nicht aktualisiert wurde, sagt auch etwas über die Betreuung aus.

Wenn möglich, sprechen Sie mit einem bisherigen Kunden. Fragen Sie nach Termintreue, nach Kommunikation und danach, wie Probleme gelöst wurden. Kein Projekt läuft ohne Schwierigkeiten; entscheidend ist, wie damit umgegangen wird.

Achten Sie auch auf das erste Gespräch. Eine gute Agentur stellt mehr Fragen, als sie Antworten gibt, und sagt auch, wenn eine Maßnahme für Ihren Betrieb nicht sinnvoll ist.

Gute Zusammenarbeit

Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Rückmeldungen gesammelt, schnell und konkret kommen. „Gefällt mir nicht“ hilft wenig. „Die Schrift wirkt zu verspielt für unsere Kunden“ hilft sehr. Planen Sie für Website-Projekte außerdem Zeit für eigene Zuarbeit ein, siehe Website planen.

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